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Gesprächskreis für Ehrenamtliche

mit Pastor Joachim Korte

 

„Die Wahrnehmung ist der Zugang zur Seelsorge“

Der  Gesprächskreis für Ehrenamtliche mit dem Seelsorger Joachim Korte fand am 8. September 2016 zu dem Thema „Welche Bedeutung hat die Seelsorge in der Sterbebegleitung?“  im hospiz:brücke statt.


Das Thema des Abends ließ viel Raum für einen intensiven Austausch. Joachim Korte - der als Seelsorger unter anderem Gäste im hospiz:brücke begleitet – führte zunächst mit einem kleinen Vortrag in das Thema „Welche Bedeutung hat die Seelsorge in der Sterbebegleitung?“  ein:

 „Seelsorge ist eine Weggemeinschaft. Wir gehen einen gewissen Weg gemeinsam“, umriss der katholische Theologe kurz seine Tätigkeit.  Er selber frage vor einer seelsorgerischen Begleitung nicht nach Glauben oder Konfession seines Gegenübers, aber die spirituelle Ebene spiele eine wichtige Rolle. „Ich glaube, dass Spiritualität immer da ist, wenn ein Seelsorger anwesend ist. Selbst wenn das Gespräch über Werder Bremen geht.“

Seelsorgerische Gespräche verlaufen immer unterschiedlich. Es komme auch häufig vor, dass die Menschen, die Seelsorge wünschten, eine andere Vorstellung haben als er, berichtete Joachim Korte. Aber es mache eine gute seelsorgerische Begleitung aus, die Sterbenden die Themen bestimmen zu lassen. „Wir dürfen sie nicht mit unseren Vorstellungen von einem versöhnlichen Sterben überfrachten. Lasst die Menschen sein wie sie sind.“

Die Wahrnehmung sei der Zugang zur Seelsorge. „Wenn ein Seelsorger am Anfang zu viel redet, ist das nicht gut.“  Das empfanden auch die ehrenamtlichen Sterbebegleiterinnen im hospiz:brücke für ihre Aufgabe als elementar: Sich leer machen, offen sein in der Begleitung. Und auf diese Weise erspüren, was der Gast möchte, beschrieben sie ihre Herangehensweise.

Darin waren sich alle GesprächsteilnehmerInnen einig: Sterbebegleitung und Seelsorge können einander gut ergänzen. Seelsorge ist ein wichtiger Baustein in der Begleitung. Oftmals laufen ehrenamtliche Begleitung und seelsorgerische Betreuung gleichzeitig nebeneinander her. „Die Menschen unterscheiden meist sehr genau, was sie wem erzählen“, hat der Theologe Korte beobachtet.

 

Kontakt für Informationen:
Elke Horstmann, Tel.: 700055, Mail: e.horstmann@zfpf.de.