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„Düfte sind die Hotline zu unseren Emotionen.“

Aromaexpertin Stephanie Frese informierte im hospiz:brücke über Aromapflege im Hospiz
 
 

Den Tagen mehr Leben geben, so lautet das Motto, nach dem im hospiz:brücke gearbeitet wird. Dazu passte das Thema „Aromapflege im Hospiz“, über das Aromaexpertin Stephanie Frese am 24. Oktober informiert hat, bestens, denn bei der Aromapflege geht es darum, durch die Anwendungen mit ätherischen Ölen ein Wohlbefinden bei den Menschen zu erreichen. 

Der Abend begann direkt sehr vielversprechend. Kaum angekommen, wurden die Besucherinnen sogleich wieder entführt. Und zwar auf eine Duftreise in den Herbstwald, die Stephanie Frese als Einstieg veranstaltete. So anschaulich ging es weiter. Stephanie Frese stellte einige ausgewählte ätherische Öle vor, erklärte deren Wirkungsweise und berichtete aus der Hospizarbeit, in der die Aromapflege ebenfalls erfolgreich eingesetzt wird. Die ärztlich geprüfte Prima Vera Aromaexpertin arbeitet auch als Pflegefachkraft im hospiz:brücke und kennt daher viele Anwendungsmöglichkeiten. Zum Beispiel bei Waschungen und Einreibungen oder auch bei der Mundpflege. „Gegen Mundtrockenheit hilft ein Gemisch aus Orange, Mandarine und Pfefferminze, das man in ganz geringer Dosierung in Mineralwasser gibt“, erklärte Stephanie Frese und reichte eine Sprühflasche zum Ausprobieren rum. Auch bei der Hautpflege habe man mit der Aromapflege erstaunliche Erfolge erlebt, beispielsweise in der Decubitusprophylaxe, ergänzte Hospizleiterin Keris Schnelle.

Für den alltäglichen Gebrauch hatte Stephanie Frese ebenfalls einige praktische Tipps: „Wenn mir beim Autofahren übel wird, halte ich mir einen Aromatupfer mit Grapefruit unter die Nase, das hilft super.“ Bei Halsschmerzen verwende sie gerne Zimtrindenöl und bei innerer Unruhe Lavendel.

Bei aller Begeisterung war der Aromaexpertin jedoch ein vorsichtiger Umgang mit den Ölen ganz wichtig, insbesondere im Hospiz. Vor einer Anwendung bespreche sie mit dem Gast, welche Düfte er gerne mag und mit welchen er eher Negatives verbinde. „Düfte sind die Hotline zu unseren Emotionen“, zitierte sie Kurt Ludwig Nübling, den Mitbegründer von Prima Vera. „Die ätherischen Öle werden vom Körper aufgenommen, kommen in die Blutlaufbahn und werden verstoffwechselt. Über den Geruchssinn gelangen sie in unser sogenanntes Riechhirn. Dort setzen sie Emotionen und Erinnerungen frei.“

Zum Abschluss konnten die Teilnehmerinnen schließlich die Wirkung der Aromapflege am eigenen Leib erfahren, als sie sich unter der Anleitung von Stephanie Frese gegenseitig eine Arm-Hand-Einreibung verabreichten.

Kontakt für Informationen:
Elke Horstmann, Tel.: 700055, Mail: e.horstmann@zfpf.de.